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Die Oderflut im Jahre 1997 hatte zu damaliger Zeit aufgezeigt, mit welc her Wucht das Wasser die Menschen dieser Region aus Ihrem normalen Lebenszyklus reißen kann. Zwar war dies nicht der erste Hochwassereinsatz für das Technische Hilfswerk generell, doch hatte dieses Ereignis aufgezeigt, dass vorhandene Techniken zur Deichbekämpfung bei den Helfern kaum noch vorhanden waren. Zu lange her war die letzte Katastrophe und kaum einer Beschäftigte sich mit der Möglichkeit eines Hochwassers in Deutschland. Dieser Zeitpunkt markiert eine Wende im Denken, gerade bei der Bundesanstalt THW. Denn der Einsatz von über 7.000 Helfern blieb nicht ohne Nachbetrachtung. Fünf Jahre später sollte sich dieses neue Denken bewähren, denn die Elbe führte Hochwasser mit einer enormen Intensität. Durch eine sog. 5b Wetterlage kam es zu dauerhaften Niederschlägen, wobei der größte protokollierte Niederschlagswert bei 312l/m² in 24h lag (Zinnwald-Georgenfeld). In Rehefeld wurden sogar 400l/m² in 24h gemessen, allerdings ohne direkte Verifizierung. So führten diese Regenmengen entlang der Elbe zum größten Einsatz des THW. Mehr als 23.000 Helferinnen und Helfer leisteten über drei Wochen lang Hilfe in den betroffenen Gemeinden und Städte. Doch nicht nur das THW leistete hier immense Hilfe. Die Feuerwehren stellten über 40.000 HelferInnen, die Bundeswehr und andere Organisation eine ebenso große Anzahl, sodass insgesamt 120.000 Menschen aus den Hilfsorganisationen im Einsatz waren. Eine bis dato nicht mehr erreichte Zahl, die auch keine Wiederholung benötigt. Wurden bei der Oderflut noch 9,5 Mio. Sandsäcke verbaut, so waren es im Jahre 2002 bereits 32 Mio., wobei insgesamt 34 Mio. verfüllt wurden und 40 Mio. beschafft. In ganz Deutschland war kein einziger Sandsack mehr zu bekommen, sodass selbst Einkaufstüten gegen die Fluten eingesetzt wurden.
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